• Arnika (<i>Arnica montana</i>)
  • Arnika (<i>Arnica montana</i>) - Erhaltungskultur im Botanischen Garten Karlsruhe
  • Wiederansiedlung von Arnika (<i>Arnica montana</i>) im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
  • Vorkommen des Tide-Wasserfenchels (<i>Oenanthe conioides</i>) im tideabhängigen Uferbereich der Elbe
  • Pfingst-Nelke (<i>Dianthus gratianopolitanus</i>) - Erhaltungskultur im Botanischen Garten Potsdam

 

Wiederansiedlungsmaßnahmen

Aufbauend auf Maßnahmen zum Schutz von Lebensräumen ist die Wiederansiedlung gefährdeter Wildpflanzenarten eine wichtige Artenschutzmaßnahme. Je nach Art und deren Biologie ist es sinnvoll, durch Ex situ-Maßnahmen genetisch verarmte Populationen zu stärken und regional verschollene Populationen wieder an geeigneten Standorten zu etablieren. Für derartige Vorhaben ist die Herkunft des Saatgutes bzw. der Sporen von der gleichen oder einer nahegelegenen Spenderpopulation möglichst desselben Naturraumes grundlegend. Ein wichtiges Kriterium für Wiederausbringungsmaßnahmen ist die langfristige Gewährleistung einer auf die Biozönose und die jeweilige Zielart abgestimmten Pflege des Lebensraumes, die es der Art ermöglicht, sich nach den Maßnahmen erfolgreich am Standort zu reproduzieren. Um die Ergebnisse und Erfahrungen des Projektes der In situ- und Ex situ-Maßnahmen zu dokumentieren, daraus Standards abzuleiten und auf weitere Anwendungen übertragbar zu machen, wird von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe und dem Botanischen Garten der Universität Regensburg ein umfassendes Konzept für derartige Wiederausbringungsmaßnahmen entwickelt. Außerdem ist ein praxisorientiertes Konzept für die Erfolgskontrolle der Maßnahmen notwendig, welches in Zusammenarbeit der genannten Institutionen erarbeitet wird. Es ist sinnvoll, beim Schutz gefährdeter pflanzengenetischer Ressourcen in Ergänzung zum In situ-Schutz die Vor- und Nachteile der Ex situ-Sicherung zu berücksichtigen. Grundsätzlich hat dies in Kontakt und Abstimmung mit den zuständigen regionalen und überregionalen behördlichen Naturschutzinstitutionen zu erfolgen, damit deren Expertise berücksichtigt wird, regionale Maßnahmen abgestimmt werden und um entsprechende Genehmigungen einer Wiedersiedlung der Verantwortungsarten zu erlangen. 

 

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